- Haus Bethke - Fit fürs neue Jahrtausend

Haus Bethke

Fit fürs neue Jahrtausend

Objekttyp: Anbau, Aufstockung
Architekt: Architekturbüro K3, Selfkant (Heinsberg)

Dass Haus Bethke eigentlich ein aufgestockter Bungalow ist, würde niemand auf den ersten Blick vermuten. Dafür wirkt das Gestaltungskonzept mit Satteldach und kubischen Anbauten, mit weißer Putzfassade und braunen Trespaplatten viel zu durchdacht, viel zu sehr aus einem Guss. In Wahrheit ist es das Resultat eines umfassenden Modernisierungsprozesses, in dessen Verlauf der bestehende Bungalow nach den Vorstellungen seines neuen Besitzers „zukunftsfähig“ gemacht wurde.

Grundrisse

Die neu entstandene Nutzfläche durch den Anbau.
Die neu entstandene Nutzfläche im Überblick.

Wohnform der besonderen Art

Auch in einem zeitgemäßen Neubaugebiet würde das Haus der Familie Bethke ins Auge fallen. Das liegt vor allem an den Fassadenplatten in Holzoptik, sowie an den raumhohen Übereckverglasungen der Gauben Richtung Garten, die einen attraktiven Aufenthaltsbereich schaffen. Mit dieser Transparenz und der modernen architektonischen Gestaltungslinie, repräsentiert das Haus der Bethkes eine Wohnform der besonderen Art.
Auch innen erlebte der in die Jahre gekommene Bungalow eine umfassende Verjüngungskur. Dazu gehörte in einem ersten Schritt die Öffnung der Ost- und Nordfassade durch große, mehrfach über Eck laufende Glasfassaden. Ein Raumteiler zwischen Küche und Wohnbereich wurde entfernt, so dass ein luftiges, sehr gut gestaffeltes Raumensemble entstand. Ergänzt wird es durch einen Fitnessraum und einen Schlafraum mit Ankleide. Eine Treppe mündet oben in eine helle Galerie, die in der lichtdurchfluteten Ostgaube liegt. Von hier aus geht es weiter in zwei Räume, die als Büroräume für die eigene Firma dienen. 

Zukunftsfähig modernisiert

Um den Altbau zukunftsfähig zu machen, wurde die Aufstockung als Holzkonstruktion mit sehr guten U-Werten (Außenwand 0,16 W/m²K, Dach 0,17 W/m²K) ausgeführt. Auch die Wohnqualität im Erdgeschoss wurde im Zuge der Modernisierung durch eine Außen- und Kellerdecken-Dämmung aufgewertet. Außerdem wurden die Elektrik und die Haustechnik von Grund auf erneuert. Heute versieht eine Wärmepumpe ihren Dienst, wo früher die Ölheizung stand, und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung nimmt dem Bauherrn die Sorge, „dass es bei einem so alten Haus, dessen Bauphysik im Grunde unbekannt ist und das man nachträglich noch stark gedämmt hat, Probleme mit Feuchtigkeit geben könnte.“ Im Zusammenspiel mit der Fußbodenheizung sorgt die Lüftungsanlage außerdem für zeitgemäßen Wohnkomfort.

Bauherren- und Expertenstimmen

Das Wohngefühl unterm Dach ist super, und eine Verwitterung der Oberflächen, vor der ich anfangs Sorge hatte, wird durch die Trespa-Platten zuverlässig verhindert.

Waldemar Bethke

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