20. August 2009

Richtfest beim Passivhaus

Innovation trifft Tradition

Walter Bauer und seine Lebensgefährtin feierten vor kurzem ein zünftiges Richtfest bei ihrem innovativen Passivhaus. Einer langen Tradition folgend wird das Richtfest (auch Bauheben, Weihefest, Hebefest, Hebauf, Firstbier oder Aufschlagfest; in Österreich Gleichenfeier; in der Schweiz Aufrichte) gefeiert, wenn der Rohbau fertig ist und der Dachstuhl erstellt ist. In fescher Kluft gekleidet, stand die Mannschaft der Zimmerleute auf dem Dachtrauf. In seinem Richtspruch dankte der Zimmerpolier dem Architekten, den Handwerkern und der Baufamilie. Er bat um Gottes Segen für das Haus. Traditionsgemäß warf er sein leer getrunkenes Glas auf den Boden. Es ist ein gutes Omen, dass es in viele Splitter zersprang. Ein Trompetensolo, die taktvollen Schläge der Zimmereräxte und ein gemeinsam gesungenes Dankeslied sorgten für einen feierlichen Rahmen.

Bei dem anschließenden Baurundgang bestach das Passivhaus durch Modernität in Ästhetik, Technik und Ambiente. Edles Robinienholz, handwerklich sorgfältig verarbeitet, sorgt für ein ruhiges und harmonisches Innenleben. Alle Räume sind nach Süden orientiert und können über große Glasflächen Licht und Sonne einfangen. Die schräge Hanglage des Baugrundstücks gab dem Planer Impulse für die geneigte und verschnittene Gebäudegeometrie. Der Bauherr und seine Partnerin erwarten sich ein überragendes Raumklima, Wohlfühlen ohne Ende, minimale Heizkosten und nie mehr kalte Füße.

In dem festlich illuminierten Garten feierten die Richtfestgäste, zu denen auch Nachbarn und Bekannte gehörten, bei leckeren Speisen und Getränken und hochsommerlichen Temperaturen bis lang in die Nacht hinein.