Objektporträts

 
Erstes Passivmöbelhaus Europas
Die Wal-Optik des Möbelhauses
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Ökologische Vollholzmöbel - in einer ebenso ökolgisch geprägten Verkaufshalle
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Projektbeschreibung:

Das Produkt Baum wird zu 100% verwertet! Das Möbelhaus „Kohler – natürlich einrichten“ hat sich auf individuelle, ökologische Vollholzmöbel spezialisiert. Der passende Baustoff stand von Anfang an fest - Holz. Gemeinsam mit dem Bauherren, dem Architekten Erwin Keck und der ZimmerMeisterHaus-Manufaktur wurde ein Möbelhaus der besonderen Art geschaffen: die Silhouette gleich einem Walfisch und ist zugleich Europas erstes Möbelhaus im Passivhausstandard. Der Bauherr entschied sich für das Tonnendach mit variierenden Radien. Zusammen mit der „Schwanzflosse“ über dem Eingang gibt dieses bis zum Boden gezogene Dach der Südostansicht in der Tat die Anmutung eines Walfischs. Vorteilhaft ist an dieser Konstruktion, dass die Naturholzmöbel in weiten Teilen der Ausstellung vor Sonnenlicht geschützt sind, dessen UV-Anteil zu Farbveränderungen führen könnte. Das Möbelhaus streckt sich über zwei Etagen mit 1000 m², das dem Gebäude architektonisch zugute kommt und dem Besucher interessante Ein- und Ausblicke bietet sowie für ein Raumgefühl der besonderen Art sorgt. Über der Verkaufshalle im Erdgeschoss befindet sich eine Galerie mit zusätzlichem Ausstellungsraum, die noch einmal etwa die Hälfte der Hallenfläche einnimmt. Eine elegant geschwungene Treppe dient als Verbindung zwischen den Ebenen. Hinter der Ausstellungsfläche liegen Nebenräume wie Büros und Lager, in einem seitlichen Anbau befindet sich eine Werkstatt für die Zwischenmontage. Als hocheffiziente Passivhaushülle hat man sich u.a. für die Hobelspandämmung entschieden, da diese anderen Dämmungen in einigen Bereichen weit überlegen ist. Sein überzeugendes Energiekonzept hat dem Möbelhaus den Energie Management Award 2008 eingebracht, der vom EHI Retail Institute e. V., einem wissenschaftlichen Institut des Handels, verliehen wird. Aus über 20 Konzepten wurde das Möbelhaus als überzeugendstes Projekt in der Kategorie „Selbständiger (Fach-) Einzelhändler“ ausgewählt. Die Finanzierung des Möbelhauses löste der Bauherr auf seine Weise: Seine Kunden übernahmen Bürgschaften und sind als stille Gesellschafter eingetreten.


Kurzbeschreibung Gebäudetechnik:
Am großzügig verglasten Südwestgiebel wird noch eine Fluchttreppe und transparente Photovoltaik-Module als Beschattung dienen. Die Betondecke dient darüber hinaus als aktiver Temperaturregulator. Mit Rohrleitungsschleifen versehen, fungiert sie als gigantische Decken-/Boden-Heizfläche. Als Wärmequelle dient das Grundwasser, das das Wasser über einen etwa 9 Meter tiefen Saugschacht anzapft. Eine Wärmepumpe entzieht ihm einen Großteil seiner Wärme und speist sie über einen Pufferspeicher in die drei Heizkreisläufe des Betonkerns bzw. in die Deckenheizkörper des Eingangsfoyers ein.
Im Sommer wird das Grundwasser zur Kühlung des Gebäudes genutzt. Dann kühlt es über einen zusätzlichen Wärmetauscher auch die Zuluft der Lüftungsanlage. Diese kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und einem Wirkungsgrad von etwa 80 Prozent ist die zweite „Wärmequelle“ im Gebäude. Die dritte sind die Lampen, die es immerhin auf eine Heizleistung von etwa 4 kW bringen.
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